17.02.2026
Schadstoffsanierung in Berlin: Asbest, PAK, PCB – Gutachten, Kosten, Entsorgung
Welche Schadstoffe kommen in Berliner Altbauten vor?
Asbest (verbaut bis 1993):
Findet sich in schwarzem Fußbodenkleber, Fensterkitt, Fugenmörtel, Dachpappe, Rohrisolierungen und Eternit-Fassadenplatten. KREBSERREGEND. Entsorgung nur durch nach TRGS 519 zugelassene Fachfirmen.
PAK – Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe:
Typisch in schwarzem Parkettkleber (Teerkleber) und Teerpappe, verbaut bis in die 1980er Jahre. Krebserregend bei Einatmen und Hautkontakt. Nie trocken schleifen – immer Probe entnehmen lassen.
PCB – Polychlorierte Biphenyle:
In dauerelastischen Fugenmassen in Betonfertigteilen (1950er–1980er Jahre). Schwer abbaubar, reichert sich im Körper an. Entsorgung als Sonderabfall.
Bleirohre:
In Gebäuden vor 1973 als Trinkwasserleitungen. Vollständige Erneuerung Pflicht (TrinkwV: Grenzwert 10 µg/l).
Wann ist ein Schadstoffgutachten Pflicht?
Bei Rückbauarbeiten an Gebäuden vor 1993 mit mehr als 10 m² Abbruchfläche: gesetzlich vorgeschrieben (TRGS 519/521). Praktisch: bei jeder Kernsanierung oder Fußbodenerneuerung in Berliner Altbauten vor 1990.
Kosten
Schadstoffgutachten:
Wohnung: 800 bis 1.500 Euro. MFH: 1.500 bis 3.500 Euro.
Asbest-Sanierung:
30 bis 150 Euro/m² je nach Schadstoffklasse.
PAK-Kleber:
30 bis 80 Euro/m² je nach Methode.
PCB-Fugenmassen:
100 bis 300 Euro/laufendem Meter.
Reserve im Sanierungsbudget: 10–15 % für Schadstoffsanierung einplanen – nicht jedes Objekt hat Schadstoffe, aber die meisten haben irgendetwas.
Häufige Fragen
Brauche ich vor einer Sanierung ein Schadstoffgutachten?
Bei Berliner Altbauten vor 1990 fast immer empfohlen. Bei Rückbau über 10 m²: gesetzlich Pflicht.
Was passiert wenn beim Rückbau Schadstoffe gefunden werden?
Stopp der Arbeiten, Probenahme, Gutachten, Sanierungskonzept, Beauftragung zugelassener Fachfirma. Wir koordinieren alles und handeln nie ohne Ihr Wissen.